Hilden / Herausforderung des Monats

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Herausforderung des Monats Oktober

Vögel-und Naturbeobachtungen im Oktober

Mit allen Sinnen können wir gerade wahrnehmen, es wird Herbst. Der würzige Geruch für die Nase: manchmal riecht es in den Mittelgebirgen Mitte Oktober auch schon nach Schnee, manchmal überwiegt im Wald der erdige Pilzgeruch. Und immer wieder stelle ich fest, den Sammlerinstinkt aus der Steinzeit habe ich auf alle Fälle noch, ich muss einfach Kastanien und Eicheln etc. sammeln und Hagebutten pflücken, und sei es nur für Dekozwecke. Das Auge nimmt die herbstliche Farbenpracht war und man staunt über das Licht der tiefstehenden Sonne. Ohr und Haut nehmen Wind und Sturm wahr. Und natürlich auch die Kältereize. Da es so früh dunkel wird, beneiden wir vielleicht manchmal die Tiere, die sich auf den Winterschlaf vorbereiten.

 

In der Vogelwelt beginnt die Zugzeit, bald schon werden die ersten Kraniche über Hilden fliegen (meistens so am frühen Nachmittag). Auch größere Schwärme von Krähen sieht man auf den Äckern. Immer öfter hört man das Gezirpe der Schwanzmeisen (" Pfannenstielchen"), die in kleinen Gruppen durch die Gärten streifen. Im Offenland , wo es Kardendisteln gibt ,halten sich die Distelfinken auf (Stieglitze). Sehr schön bei uns in der Nähe zu beobachten im Landschaftspark Fuhrkamp in Richrath.

 

Eichelhäher, die ja in den letzten Jahren immer mehr aus den Wäldern in die Gärten kamen, sammeln und pflanzen eifrig die Eicheln in die Beete und Blumentöpfe. Da sie nie alle ihre Vorräte wiederfinden, sorgen sie für die Neuanpflanzung der Eichen.

 

Zitronenfalter, Foto: G. Baade
Zitronenfalter, Foto: G. Baade

An warmen Tagen sind noch die letzten Schmetterlinge und Libellen zu sehen. Am erstaunlichsten ist die Strategie der Zitronenfalter, die mit einem körpereigenen Frostschutzmittel (Glycerin) den Winter bei Temperaturen von bis zu -20° C überleben.

 Vielleicht sind auch schon bald die Silberreiher wieder auf den Wiesen von Haus Horst, sie kommen als Kosmopoliten aus den Weiten Russlands hier zu uns, und finden es wohl ganz angenehm in unseren milden Wintern.

 

Kanadagans, Foto: G. Baade
Kanadagans, Foto: G. Baade
Graugänse, Foto: G. Baade
Graugänse, Foto: G. Baade

Zur Beobachtung der Gänse muss man gar nicht mehr weit fahren, die Wiesen an der Elb sind begehrter Rastplatz für Graugänse, Kanadagänse, Nil- und Rostgans

 

 

Schöne Erkundungen im Herbst wünschen ich Ihnen und Euch, Lieselotte Rönsch