Monheim am Rhein / Ratsbürgerentscheid 2026 Skateanlage

Ratsbürgerentscheid 2026 Skateanlage

Informationen zur olympiatauglichen Skateanlage am Kielsgraben

 

- Zusammenstellung der bisherigen Informationen

- Umfang der geplanten Skateanlage

- Alternativen für die Olympiade?

 

Der NABU hofft, den Bürgern Monheims mit diesen Informationen Hilfe beim Ratsbürgerentscheid geben zu können, denn ihr Votum entscheidet über einen möglichen Bau bzw. die Austragung der olympischen Spiele auf einer noch zu bauenden Skateanlage in Monheim.

Visualisierung Skateanlage am Kielsgraben Quelle: Stadt Monheim
Visualisierung Skateanlage am Kielsgraben Quelle: Stadt Monheim
Visualisierung Skateanlage am Kielsgraben Quelle: Stadt Monheim
Visualisierung Skateanlage am Kielsgraben Quelle: Stadt Monheim

Der Bürgerentscheid zur Olympiateilnahme der Städteregion Rhein-Ruhr wird allen Monheimern in den nächsten Tagen per Brief ermöglicht. Jeder Bürger ab 16 Jahre darf für oder gegen die Teilnahme stimmen, die u.U. mit dem Bau einer olympiatauglichen Skateanlage in Monheim verbunden ist.

 

Im Folgenden werden die bisher bekannten Informationen stichwortartig zusammengefasst, um die Bürgerinnen und Bürger Monheims über die Auswirkungen der Skateanlage am Kielsgraben aufmerksam zu machen.

 

Abstimmung / Bürgerentscheid: Mitte März erhalten die Einwohner und Einwohnerinnen Briefe, um schriftlich bis 19.4. um 16 Uhr abzustimmen.

 

Nur, wenn die Städteregion Rhein/Ruhr den Zuschlag (mit entsprechend erhöhten Fördergeldern) für eine Olympiade erhält, wird die Skateanlage gebaut.

 

Größe: Gesamtfläche Skateanlage von rd. 9.430 m² (annähernd 1 ha)

 

Nutzung / Zielgruppen:

- Skateboard, BMX, Rollerblade, Stunt-Scooter, Surfskate, Wheelchairskating

- Wettkampfnutzung nach internationalen Maßstäben auf ca. 2/3 der Fläche, nicht frei zugänglich

- Freizeitnutzung auf 1/3 der Fläche, frei zugänglich

 

Kosten der Skateanlage:

Summe: 12,60 Mio €, davon:

- Planung: 1,59 Mio € – bereits verausgabt

- Funktionsgebäude: 4,750 Mio €

- Lärmschutz 1,4 Mio €

- Skateanlage und Außenflächen: 7,850 Mio €

Preissteigerung bis zu einem evtl. Bauentscheid: ca 4,50 Mio

Betriebskosten: 275.000 €/Jahr

 

So sieht die derzeitige Planung der olympiatauglichen Skateanlage aus:

 

Tribünen für bis zu 8.000 Zuschauer

 

Lärmschutz: Über die gesamte nördliche Breite soll eine vollständig begrünte und bewässerte Wall-Wand-Lärmschutzanlage von insg. 8 m Höhe und ca. 150m Länge mit einer Breite von 7 m im Süden und 5 m im Norden laufen. Sie grenzt das Sportzentrum zum Naturschutzkorridor (s.u. Grünkorridor) im Norden ab.

 

Funktionsgebäude: Dieses soll in den Lärmschutzwall integriert werden und über eine Nutzungsfläche von rd. 430 m², eine Restauration und eine begehbare Dachterrasse verfügen.

 

Flutlichtanlage

 

Grünkorridor

Kommend von der Bürgerwiese im Westen wird nördlich der Skateanlage / Sportanlagen ein 60 – max. 70 m breiter und ca. 300 m langer Grünkorridor zur natürlichen Sukzession freigehalten. Dieser erweitert sich nach Osten in eine ca. 6,5 ha große Sukzessionsfläche. (Planskizzen dazu weiter unten)

 

Versiegelung:

Die Skateanlage bedeutet eine nahezu vollständige Versiegelung durch Beton / Zuwegungen / Funktionsgebäude / Schotterrasen. Es gibt nur wenige Rasen- und Bepflanzungsflächen.

 

Klimarelevanz:

Die gesamte Fläche der Sportanlagen hat eine hohe Bedeutung für den Kaltluftaustausch zwischen Knipprather Wald / Bergischer Rheinterrasse und dem Rhein. Im Umweltbericht hieß es dazu lediglich „die Bebauungsplanung behindert den Luftaustausch nicht erheblich (keine Anlage hoher, die Frischluftzirkulation beeinträchtigender Gebäude).... Die Auswirkungen auf das Schutzgut Luft und Klima werden als gering eingeschätzt.“

Hier ist kritisch anzumerken, dass der geplante Lärmschutzwall in dieser Bewertung nicht berücksichtigt wurde. Durch seine Höhe und Ausmaße ist eine Beeinträchtigung des Kaltluftstroms denkbar. Sollte die Skateanlage wie geplant gebaut werden, müsste dieser Aspekt neu untersucht werden.

Bisherige Temperaturerwärmungen wurden in einer Grafik weiter unten simuliert. Zusätzlich zu diesen fehlenden Untersuchungen muss bedacht werden, dass Beton eine hohe CO2-Belastung darstellt.

 

Verkehrsbelastung:

1100 – 1600 KFZ-Bewegungen / Tag sind bei normalem Betrieb auf den gesamten Sportbereich zurückzuführen. Der Anteil, der sich davon auf den Skatepark bezieht, wurde nicht extra beziffert. Insgesamt verfügt der Sportbereich über mehr als 200 Parkplätze.

Alternative Düsseldorf-Eller?

 

Seit 2018 existiert in Düsseldorf Eller, 15 km nördlich von Monheim, Deutschlands größte Skateanlage mit 3800 m².

 

Auf ihr wurden deutsche Meisterschaften und Qualifikationswettbewerbe für die Olympiade ausgetragen.

https://www.ssbduesseldorf.de/ssb-duesseldorf/skatepark-eller

https://www.duesseldorf.de/kiju/skatepark

 

Fotos und Skizzen dazu s.u.

 

Die Anlage liegt an der Heidelberger Straße nahe Schloss Eller, fußläufig zum S-Bahnhof Düsseldorf-Eller Süd.

 

Die Anlage ist kostenlos zu nutzen, ist von 10 – 21 Uhr geöffnet, verfügt über diverse Bereiche für Skater, BMX und Scooter, wird mit Flutlicht beleuchtet und ist z.T. regengeschützt. 

 

Diese Anlage wurde nicht als Alternative in Erwägung gezogen, da sie – so unsere Information - vom Aufbau her nicht den Anforderungen eines olympischen Wettbewerbs entspricht.

 

 

 

Geplante Skateanlage in Monheim

 

Für die Monheimer Situation am Kielsgraben sind angefügt:

- Pläne der geplanten Skateanlage

- zum verbleibenden Grünkorridor (2022) – „grüne Acht“,

- zur Frischluftschneise (2025) und

- Berechnungen zur Temperaturerhöhung (1986 – 2025).

Verbleibender Grünkorridor als Sukzessionsfläche

Die Lage des Skateparks und des Greisbachsees sind grob und nicht maßstäblich

 

 

 

Entwürfe Sportanlage am Kielsgraben

skizziert.

 

Die Lage des Skateparks ist grob und nicht maßstäblich skizziert.

 

 

Skateanlage Düsseldorf – Eller:

Seit 2018: Skateanlage Eller, 3800 m², 10:00-21:00 Uhr zugänglich, Flutlicht

Hier fanden bereits Deutsche Meisterschaften und Qualifikationswettbewerbe für die olympischen Spiele statt.

Lage des Skateparks Düsseldorf-Eller, 15 km nördl. Monheims

An der Heidelberger Straße, S-Bahn-Anschluss, Nähe Schlosspark Eller

Der NABU hofft, den Bürgerinnen und Bürgern Monheims mit diesen Informationen Hilfe beim Ratsbürgerentscheid hinsichtlich der Olympiabewerbung geben zu können.

Verantwortlich für die Zusammenstellung: Regina Wegener