Monheim am Rhein / NAJU / Tagebuch

NAJU Tagebuch

15.05.26 – Wer piept denn da?

 

Beim heutigen Treffen beschäftigten wir uns mit dem Thema Vögel. Zuerst erzählten die Kinder welche Vögel sie bereits kennen und schauten sich Bilder von den häufigsten bei uns vorkommenden Arten an. Anschließend ordneten sie abgespielte Vogelgesänge zu den jeweiligen Vogelarten zu und schauten sich ein echtes Vogelnest an. Dieses alte Nest wurde während einer Reinigungsaktion der Nistkästen des NABU Monheim am Rhein geborgen und ermöglichte es den Kindern ein solches Nest aus nächster Nähe zu betrachten. Nach dieser Einführung schnappten wir uns unsere Ferngläser und gingen zum nahegelegen Marienburgpark, um dort Vögel zu beobachten und zu hören. Schon auf dem Weg zum Park entdeckten wir einige Vögel sowohl im Flug als auch einen der vor uns auf der Straße hoppste. Im Park angekommen hörten wir den vielen Vogelstimmen zu und entdeckten Vögel, die hoch in den Baumkronen saßen, die in Vogelhäuschen ein- und ausflogen und einige, die eifrig von Baum zu Baum flogen. Auf dem Rückweg zum Marienhof hielten wir an einem Spielplatz, auf dem sich die Kinder wahlweise austoben oder sich mit mitgebrachten Büchern zu Vögeln beschäftigen konnten. Zurück auf dem Marienhof begrüßten uns ein paar frei laufende Ziegen und leisteten uns beim Verabschieden Gesellschaft.

01.05.26 – Eidechsen-Safari

 

Für den heutigen Feiertag nahmen wir uns etwas besonderes vor. Anstatt uns wie immer am Marienhof zu treffen, trafen wir uns dieses mal bereits um 11:00 Uhr an der Monheimer Echsenwiese, die vom NABU Monheim am Rhein gepflegt wird. Von hieraus gingen wir zuerst zu den nahegelegenen Gullis im Wald, die mit Gittern abgedeckt sind. Wir erklärten den Kindern, dass an diesem Ort viele Kröten unterwegs sind, für die die großen Löcher im Gulli-Deckel lebensgefährlich sind. Um die Kröten vor dem Hineinfallen zu schützen, befestigt der NABU engmaschige Gitter an die Deckel, muss diese aber regelmäßig von Blättern befreien, damit die Gullis weiterhin funktionsfähig bleiben. Die Funktion der Gitter wurde anschließend noch mit unserer Kunstkröte Elfriede veranschaulicht. Als nächstes gingen wir zurück zur Echsenwiese, um mit etwas Glück Eidechsen beobachten zu können. Ganz leise und vorsichtig schlichen wir zu den Steinhaufen und bemühten uns keine Schatten auf die Steine zu werfen, da Echsen es gerne warm und sonnig haben. Und nach etwas Zeit und viel Geduld zeigte sich die erste Eidechse! Nach und nach entdeckten wir immer mehr: ganz kleine bis ausgewachsene Mauer- und Zauneidechsen, männlich und weiblich. Die Safari war ein großer Erfolg und für uns alle sehr aufregend!

17.04.26 – Lebensraum für unser Maskottchen

 

Eidechsen, aber auch Blindschleichen, Insekten, Igel und co brauchen Unterschlüpfe um sich richtig wohl zu fühlen. Daher machten wir es uns zur Aufgabe diesen Tieren solch einen Unterschlupf zu bauen. Zuerst sammelten wir große Stöcke und Äste, die wir auf dem Marienhof finden konnten und suchten dann gemeinsam einen guten Ort für unser Bauprojekt aus. Während des Sammelns stießen die Kinder auf eine versteckte Baumhöhle, die scheinbar von den frei laufenden Hühnern fleißig genutzt wurde, denn sie war voll mit Eiern! Außerdem identifizierten wir die Bäume am Ort unseres Bauwerks und kuschelten zwischendurch die lieben Esel. Nach der erfolgreichen Sammelaktion wurden Holzpfähle in die Erde gehauen und die Äste und Stöcker zwischen den Pfählen gestapelt. Fertig war unsere Benjeshecke! Einfach zu bauen und mit großem Nutzen für viele Tierarten – ein tolles Projekt zum selber machen.

20.03.26 – Unser Maskottchen und die Insektenhotel-Werkstatt

 

Unser zweites Treffen begann mit der Wahl unseres Maskottchens: mit zwei Stimmen Vorsprung ist es die Eidechse geworden! Der Igel belegte den zweiten Platz und die Fledermaus landete mit keiner Stimme auf dem dritten Platz. Nun sind wir offiziell die Monheimer Eidechsen!

 

„Welche Tiere sind wohl die Wichtigsten für den Erhalt unserer Vielfalt?“ Mit dieser Frage leiteten wir unser heutiges Thema ein. Ganz richtig antworten die Kinder „Insekten“ und erfuhren, dass unsere Insekten es momentan sehr schwer haben. Um ihnen zu helfen, bauten wir ihnen kleine Hotels. Saubere Konservendosen wurden abgeklebt und angemalt. Während die Farben trockneten, machten sich die Kinder auf die Suche nach Insekten, um sie von ihrer „Bingo-Karte“ abzuhaken. Leider waren noch nicht viele Insekten aktiv, weswegen wir beschlossen das Insekten-Bingo im Sommer zu wiederholen. Zurück bei den Insekten-Hotels mischten die Kinder Lehm an und bedeckten damit den Boden ihrer Dose. Anschließend steckten sie hohle Bambusröhrchen mit verschiedenen Durchmessern in den Lehm. Fertig waren die Insektenhotels! Nach diesem Treffen erreichten uns einige Nachrichten, dass die Insektenhotels der Kinder bereits viel besucht werden.

06.03.26 – Willkommen bei der NAJU Monheim am Rhein!

 

Nach monatelanger Planung und Vorbereitung stand heute endlich das erste Treffen auf dem Marienhof an. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden die Kinder in drei Teams mit je einer NAJU-Leiterin eingeteilt und auf eine Schnitzeljagd geschickt. Ihre Mission: Mithilfe der Rätsel Hinweise finden, die sie auf die Spur eines ihnen zugeteilten Tieres bringt. Während die Kinder also fleißig die Rätsel lösten und nach und nach Informationen über ihr Tier sammelten, lernten sie auch direkt jede Ecke des Hofes kennen. Nachdem die Schnitzeljagd erfolgreich absolviert wurde, konnten alle Teams ihre Tiere identifizieren: der Igel, die Fledermaus und die Eidechse. Das Beste daran? Beim nächsten Treffen dürfen die Kinder aus diesen drei Tieren ihr Maskottchen wählen. Alle drei sind in Monheim am Rhein heimische, aber leider auch gefährdete Tierarten, sodass wir mit unserem zukünftigen Maskottchen dem entsprechenden Tier etwas mehr Aufmerksamkeit schenken werden.