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Naturgarten - was ist das?

Text, Fotos und Skizzen von Dieter Dahlke

Menschen, die sich der Natur verbunden fühlen, stellen sich oft diese Frage:


Was ist eigentlich kein Naturgarten?

Einfach beantwortet: alles was der Natur, den Pflanzen, den Tieren zuwider ist – und auch uns Menschen zuwider sein sollte.

 

Dazu zählen an erster Stelle Schotterflächen, die keinen ökologischen Wert haben, sondern die Lufterwärmung erhöhen und im Kleinen das Klima beeinflussen.

Schotterflächen sind eine traurige Einöde

Eine Schotterfläche hat die Bezeichnung GARTEN nicht verdient – es ist einer wüstenähnlichen, meist lebensfeindlichen Einöde ähnlich, einfalls- und fantasielos. Nicht nur die Statistiken belegen es, wir spüren es selbst am eigenen Leibe, die Sommer werden immer wärmer , im Winter fehlen uns Schnee und Kälte.

 

Hierzu mehr im Abschnitt „Gartenklima“.

 

Genauso wie angeblich pflegeleichte Gärten, die nur aus Rasen und langweiligen Koniferen bestehen, sind im eigentlichem Sinne – KEINE Naturgärten. Hier finden Wildkräuter keinen Platz – und gerade auf diese Arten von Pflanzen sind Insekten, aber auch Vögel angewiesen, damit sie überleben und ihre Art erhalten können- Warum? Ganz einfach zu beantworten – die Natur setzt auf Vielfalt. Monokulturen sind artenarm und anfällig gegen Schädlinge. Hier finden weder Insekten noch Vögel Futter und Lebensraum.


Was gehört nicht in einen Naturgarten?

 

Vorneweg: Kunstdünger, Torf und chemische Gifte. Ein Naturgarten enthält keine pflanzen- und -tiergiftige Stoffe, denn wir wollen Leben erhalten und nicht töten.

 

Agro-Chemikalien, synthetische Stoffe für eine Bodenverbesserung, chemisch-synthetische Stickstoffdünger oder leichtlösliche Phosphate sind tabu. Es gibt genügend Ersatzstoffe, die erprobt sind und gute Dienste leisten, z.B. Kompost aus dem Gartencenter oder, noch besser, aus dem eigenen Garten. Kunstdünger um das Wachstum der Pflanzen anzuregen und dazu Gifte gegen die verschiedensten Krankheiten sind unerwünscht.

 

Warum kein Torf?

 

Die Moore, alleine in Deutschland sind um 90 Prozent trockengelegt oder ausgebeutet worden und das zum Ende des 20. Jahrhundert ganz besonders intensiv. Seit Jahrhunderten diente Torf als Brennmaterial und setzte so CO2 frei, was eigentlich kontraproduktiv ist, denn unsere Moore binden CO2 und wirken somit dem Anstieg des Treibhausgases entgegen.

 

Darum sollte man also unbedingt auf Torf bei der Anlage und späteren Pflege eines Naturgartens verzichten und stattdessen zu Kompostpräparaten greifen. 


Besinnen wir uns für unseren Naturgarten also auf das Bewährte:


Aber was ist denn nun ein Naturgarten – was bietet er, nicht nur den Pflanzen und Tieren die darin leben, sondern auch uns, in dem wir uns aufhalten und wohl fühlen möchten? Ein solcher Garten hat seinen Namen GARTEN verdient, denn er stellt einen gesunden Lebensraum für uns alle dar, ein kleines Paradis.. Erfahrungsgemäß ist ein neu anzulegender Garten leichter in einen Naturgarten zu verwandeln, als einen alten Garten, mit vorhandenen Bäumen und Sträuchern regelrecht umzukrempeln. Aber auch dafür gibt es Lösungsvorschläge, auf die ich später in dieser Abhandlung noch zu sprechen kommen möchte.

 

Ein Naturgarten ist also ein Garten ohne chemische Pestizide und Dünger und ohne Einsatz von Torf. Im Naturgarten wird mit einheimischen Pflanzen und natürlichen Strukturen Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen.

 

Der NABU bietet hier mit lehrreichem, praxisnahem Informationsmaterial eine Basis die biologische Vielfalt im Garten zu fördern und umzusetzen. Link: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/index.html


Warum überhaupt Naturgarten?

Ein Naturgarten fördert die Vielfalt der Arten sowohl der Pflanzen als auch der Tiere. Ein Naturgarten schafft so ein stabileres Ökosystem, hilft bedrohten Arten, verbessert die Bodenqualität und erhöht die Aufenthaltsqualität, kurz: ein Naturgarten mit hoher Artenvielfalt ist gesünder, stabiler, nachhaltiger und schöner – und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Natur. Eine Vielzahl von Studien belegt, dass der regelmäßige und vor allem absichtslose Aufenthalt in der Natur für Wohlbefinden und Entspannung sorgt. Aber, so wird der eine oder andere denken – einen Naturgarten anlegen ist doch bestimmt ganz einfach – man brauch doch nichts tun, man legt sich in den Liegestuhl und beobachtet, was die Natur selbst aus einem Stück Brachland macht. 

 

Sicherlich wäre das eine interessante Studie, die viele unerwartete Überraschungen bereithält, aber – ein Naturgarten wird daraus leider nicht. Ich möchte in diesem Zusammenhang aber jeden ermutigen, vorausgesetzt sein Garten bietet genügend Platz, ein paar Quadratmeter Fläche sich selbst zu überlassen. Es ist einfach spannend zu beobachten, wie sich die Natur selbst als Gärtner betätigt. Welche Pflanzen siedeln sich zuerst an, wann und in welcher Reihenfolge finden sich die nächsten auf der Freifläche ein.

 

Letztendlich wird man feststellen, dass Baumschösslinge aus dem Boden sprießen. Mit Verwunderung wird man merken, dass sich auf diesen wenigen Quadratmetern Insekten einfinden, die inzwischen so selten geworden sind, dass man sich ihrer gar nicht mehr erinnern kann.

 

Die Pflanzen haben, Gottseidank, einen sehr stark ausgeprägten Willen zu überleben und sich zu reproduzieren. Dazu hat sich die Natur einiges einfallen lassen: 

 

Samen, die „flügge“ geworden sind und durch die Luft getragen werden. Am bekanntesten ist hier wohl der Löwenzahn, der mit seiner zarten Kugel aus Samen, die an einem Fallschirmchen hängen und nur darauf warten, dass ein Windstoß sie fortträgt. Da findet man auch Pflanzen die Samenkapseln ausbilden, die nach der Reife dermaßen unter Druck stehen, dass eine kleinste Berührung sie zum Besten bringt und dabei dann die Samen umherschleudern. Springkraut oder Spritzgurke sind charakteristische Beispiele hierfür, allerdings sind beide nicht heimisch..

 

Und dann gibt es noch die „anhänglichen“ Samenträger, bestes Beispiel ist die Klette. Wir alle kennen es, wenn man nach Streifzügen durch die Natur abends mit einer Art Widerhaken versehene Samen von der Hose oder den Strümpfen entfernen muss.

 

In der freien Natur übernehmen die Tiere den Transport des Samens, der im Fell hängend, bald weit entfernt von der Mutterpflanze abgestreift wird und zu Boden fällt.

 

Vögel mögen gerne Früchte, so im Herbst, wenn die Hagebutten reif werden, der Ilex mit seinen roten Beeren lockt, der Weißdorn mit seinen mehligen Früchten, oder die Vogelbeere alles sind Pflanzen, die diese besondere Art der Samenverteilung entwickelt haben. Vögel fressen die Beeren, verdauen das Fruchtfleisch und scheiden den Kern inklusive einer kleinen Düngergabe aus – und schon hat der Samen die beste Voraussetzung zu keimen und zu einer neuen Pflanze heranzuwachsen.

 

Eichhörnchen und Eichelhäher, beide sind in unserem naturnahen Garten zuhause, sammeln Nüsse und Eicheln und vergraben einen Teil davon, um sich einen Wintervorrat zu schaffen. Obwohl die Tiere ein sehr gutes Gedächtnis haben, finden Sie im Laufe des Winters nicht alle „Bodenschätze“ wieder- und so entstand bei uns im Garten ein kleiner Haselnussstrauch – mitten auf der Wiese.

Haselnuss – Keimling und Spross

 

 


Weitere Pflanzen mit Abbildungen, die sich selbst und ohne unser Zutun angesiedelt haben stelle ich im Anhang vor.

Wie lege ich einen Naturgarten an?
Egal, ob man einen alten, eingewachsenen Garten umgestalten möchte, oder eine freie Fläche zur Verfügung hat – am Anfang steht immer ein Plan.

 

Wie sollte ein solcher Plan aussehen?

 

Man beginne mit der Skizze der anzulegenden Gartenfläche. Haus und Nebengebäude bitte mit einbeziehen. Wichtig für die spätere Auswahl der Pflanzen, ist die Ausrichtung des Gartens – hilfreich ist ein Kompass. Richtung Norden sollte dann in der Skizze mit einem Pfeil gekennzeichnet werden.

 

Zu beachten sind – Licht und Schatten, die Bodenbeschaffenheit, „Kleinklima“ - freie Flächen oder gibt es Windschutz durch vorhandene Hecken oder Mauern, gibt es Gefälle, das bei der Gestaltung zu berücksichtigen ist usw. (Siehe Skizzen am Ende des Berichtes)


Wie sollte ein Naturgarten aussehen?
Hier gibt es viele Möglichkeiten, denn jeder Naturgarten hat seinen eigenen Charakter. Wie hätten Sie es denn gerne?

 

Einen Bauerngarten im alten Stil, oder Cottage-Garten, einen Garten mit vielen Wasserflächen, vielleicht einen Garten natürlich angelegt jedoch mit kleinen, asiatischen
Akzenten, oder eine Art Wald-Garten mit einem überschaubaren Teil niedrig bleibender Bäume und einer Lichtung voller farbenfroher, insektenfreundlicher Wildblumenwiesen, „wilder Hecken und Ecken“. Durch Trockenmauern oder höheren Stauden können in jedem Naturgarten klare Linien gesetzt werden, sodass diese auch ästhetisch wirken können.
Wenn das Gartengrundstück groß genug ist, möchte man vielleicht auch einen Teil nutzen um Gemüse und Kräuter anzubauen. Auch hier ist es mir besonders wichtig mein Augenmerk, bei der Planung auf eine naturnahe Bepflanzung zu setzen, weg von jeglicher Monokultur.
Ich setze auf eine größtmögliche Pflanzenvielfalt und natürliche Materialien. Darum verwende ich viele heimische, insektenfreundliche Arten. 

Die Karde, besonders Hummeln lieben sie.

Zur Gliederung des Gartens dienen Beete mit hohen Stauden, Totholzhecken und Trockenmauern. Auch eine Vogeltränke und ein kleiner Gartenteich, den ich vor 40 Jahren angelegt habe, bereichern unseren Naturgarten.


Ein Lebensraum für Tiere und Pflanzen – die Vernetzung von Biotopen
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, eine Krokusblüte lockt noch keinen Bienenschwarm oder Hummeln an.

 

Was möchte ich damit sage? Man kennt den Ausdruck: „nicht kleckern – sondern klotzen. Zum Beispiel sollte man Flächen großzügig mit Nektar und Pollen spendenden Frühblühern bepflanzen, wie z.B. Frühlingskrokusse, Schneeglöckchen, Dichter-Narzisse (weißblühend), Gelbe Narzisse, Hasenglöckchen, Traubenhyazinthe, Märzenbecher und viele andere, optisch sehr schön blühende, ökologisch wertvolle Zwiebelpflanzen.

 

Sie beeilen sich, kaum, dass die Temperaturen es zulassen, ihre Blätter aus der noch kalten Erde zu treiben und ihre Blüten zu zeigen. Doch, warum diese Eile? Es sind Pflanzen, deren Urformen in Wäldern unter Bäumen zu finden sind und das Licht, welches durch die noch nicht belaubten Bäume dringt nutzen um zu wachsen, zu blühen und vermehren – zur Erhaltung der Art.

 

So verlockend das Angebot an Pflanzen in den Gartencentern auch sein mag – in meinem Garten möchte ich Pflanzen, die eine Bereicherung für die Natur sind.

 

Wenn Nachbarn sich einig sind, ihre Gärten auch natürlich zu gestalten, kann ein „großes Ganzes“ im Sinne der Natur entstehen und man darf von einer Vernetzung der kleinen Biotope sprechen. Hiervon profitieren vor allen Dingen unsere Singvögel und Igel, aber auch Eichhörnchen und Amphibien vom reichen Angebot an Nahrung, die ohne Schranken zu erreichen ist. 

 

 

• Totholzhaufen. 

 

Hier finden Igel einen Unterschlupf, um ihre Jungen zu kriegen und als Winterquartier. Auch unsere Heckenbraunellen haben hierin schon oft ihre Nester gebaut und erfolgreich Jung aufgezogen.

• Trockenmauern. ...

 

Rückzugsort für kleine Reptilien, Grasfrösche und Insekten. 

• Nistkästen und Insektenhotels

 

 

Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) auf Holz mit Brutröhren

Mauerbienen bei der Paarung

Das ist eine andere Solitärbiene, die auch Niströhren benötigt.

 

Dieses „Wildbienenhotel“ ist ein Beispiel dafür, wie die Bohrungen keinesfalls aussehen sollten, denn an den verbliebenen Fasern an den Rändern verletzen sich die Tiere. Es müssen scharfe Bohrer verwendet werden. Einige Mauerbienen haben es trotzdem gewagt, die Brutröhren zu nutzen. 

 

Das Insekt auf dem Foto ist der Trauerschweber, dessen Larven sich von Larven und Puppen der Mauerbienen ernähren.  

• Wasserstellen

 

Hier ein Ausschnitt unseres Gartenteiches, eine Stelle, die Vögel gerne aufsuchen, um ihren Durst zu stillen. 

Wie pflege ich einen Naturgarten?

 

Die Pflege reduziere ich auf ein ökologisches Mindestmaß wie z.B. das Jäten von unerwünschten Wildkräutern: Invasive Wildkräuter, die andere Pflanzen unterdrücken, wie z.B. Giersch, Quecke usw. sollte man vorsichtig lockern und möglichst mit der gesamten Wurzel herausziehen. Nur entfernen, was man kennt – unbekannte Arten kann man bis zur Blüte wachsen lassen und dann entscheiden. Die steigenden Temperaturen und die damit zusammenhängenden trockenen Jahre haben uns gelehrt, sparsam mit Wasser umzugehen.


Wildkräuter, im Volksmund gewöhnlich als Unkräuter benannt, können uns jedoch auch interessante Informationen liefern. So ermöglichen sogenannte Zeigerpflanzen beispielsweise Aussagen zur Bodenbeschaffenheit.


Hier einige bekannte Wildkräuter:

Gänseblümchen

 

Ganzjährige Pflanze, kriechender Wurzelstock, essbar, insbesondere die Blüten, enthält heilende Stoffe, wie Saponine, Gerbstoffe und Flavonoide. Blüht fast das ganze Jahr und ist daher ein wichtiger Nektarlieferant für Bienen und Hummeln. Das Gänseblümchen ist eine Zeigerpflanze für sauren Boden.

Gartenwolfsmilch

 

 

Kommt zeitweilig in Massen vor, Milchsaft in den Stängeln, wie viele Wolfsmilchgewächse giftig. Bevorzugt Lehmböden. Wichtige Bienen- und Schmetterlingspflanze.

Giersch

 

Auch in den meisten Naturgärten nicht willkommen, da er sehr ausbreitungsfreudig ist, besonders auf stickstoffreichem Boden. Treibt unterirdische, Rhizom-artige Wurzeln, aus jedem noch so kleinen Stück wäschst eine neue Pflanze. Ist essbar, wird gerne wie Spinat in der Küche verwendet. Enthält viele Vitamine. Blüten und Blätter sind wichtige Insektennahrung.

Löwenzahn

 

 

Liebt sehr nährstoffreichen Boden, treibt Pfahlwurzeln: , Die Stängel enthalten einen Milchsaft, der ist jedoch nicht giftig. Ganz im Gegenteil: Blätter im Frühjahr, vor der Blüte als Salat essbar, getrocknet als Tee harntreibend. Wirkt unterstützend für Leber, Galle und Nieren. Sein Nektar ist Futter für über 100 Wildbienenarten.

Zaunwicke

 

 

Ausdauernde Pflanze, die auf stickstoffhaltigen Lehmböden wächst. Treibt unterirdische Ausläufer, klettert an Zäunen oder anderen Pflanzen hoch. Blüte im Frühjahr, bildet kleine Samenschoten. Junge Triebe sind essbar, evtl. als Zugabe in Salat. Wichtige Nektarpflanze für Schmetterlinge und große Hummeln.

Raublättriges Schaumkraut

 

 

Tritt seit einigen Jahren in Massen auf. Bildet Blattrosetten und kleine weiße Blüten an aufrechten Stängeln. Die kleinen Schoten die sich daraus entwickeln, schleudern den darin enthalten Samen bei Berührung umher. Wächst nahezu auf allen Böden. Blüten vor allem bei Wildbienen beliebt.

Günsel

 

 

Liebt nährstoffreichen Boden. Bildet Rosetten, winterhart, Blütenstand erinnert an die Kastanienblüte (Kerze) Blüten blau, wird gerne von Hummeln und Bienen besucht, guter Nektarspender. Die Urform hat grüne Blätter, inzwischen sind Pflanzen mit verschiedene Blattfarben im Handel.

Naturgarten Beispiele:

 

Vorgarten 

Nachbildung eines trockenen Bachbettes, Zeichnung: Dieter Dahlke 2026
Nachbildung eines trockenen Bachbettes, Zeichnung: Dieter Dahlke 2026

Die Nachbildung eines trockenen Bachbettes

 

ist eine schöne Alternative zu einer Schotterfläche. Bepflanzt werden kann mit Gräsern, Farnen, Zwergglockenblume, Schleifenblume, Sukkulenten,, wie z.B. Dach-Wurz, Mauerpfeffer, Thymian, Zimbelkraut, Iris, Schwertlilien, Wildkrokusse und Wildtulpen.

 

Weitere Pflanzen, die sich hierfür eignen:
Gelber Zierlauch, Hungerblümchen, Silberwurz, Grasnelke, Felsennelke, Leberblümchen, Bergbohnenkraut, Katzenpfötchen, Kleines Habichtskraut, Frühlingsfingerkraut.

 

Das Bachbett wird an beiden Seiten begrenzt durch felsartige, große Steine, das mit farblich angepasstem kleinem Gestein wird in eine ausgehobene Vertiefung auf eine dicke Schicht Sand aufgebracht.

Hausgarten

 

Naturgarten Plan zur Anregung, Zeichnung: Dieter Dahlke
Naturgarten Plan zur Anregung, Zeichnung: Dieter Dahlke

Naturgarten Plan zur Anregung

Bedeutung der Kennzeichnungen

B Beerensträucher

BR Brombeeren

E Eibe (Efeu)

F Farne

FB Felsenbirne

H Holundersträucher (Haselnuss)

I Ilex

K Kompostbehälter

M Malus Wildapfel

R Rosen (alte historische Rosen und

                         insektenfreundliche Sorten)

T Totholzhaufen

VT Vogeltränke

W Weigelien

WS Wildsträucher

WST Wildstauden

Links neben der Terrasse – Zwergkiefer

Links von der Blütenwiese - Kornelkirsche

 

Wassergarten Naturteich und was es zu beobachten gibt:

 

Die Anlage eines Gartenteiches erfordert eine genaue Planung.

 

Folgende Fragen stellen sich:-

 

An welcher Stelle im Garten soll er entstehen?
Wie tief und wie groß soll er werden?
Welche Materialien möchte ich verwenden?

 

(Folien, Glasfaser verstärktes Kunststoffmaterial oder eine Lehm/Ton-Schicht zur Abdichtung.
Will ich Fische halten – oder soll er nach Bepflanzung sich selbst überlassen bleiben, sodass sich Amphibien, Libellen uns sonstiges Getier ansiedelt?
Eine ausführliche Abhandlung über die Anlage eines Gartenteiches erscheint zu einem späteren Zeitpunkt, es würde hier den Rahmen Naturgarten sprengen.

 

Ein künstlich angelegter Naturteich
Ein künstlich angelegter Naturteich
Paarungsrad der Libellen
Paarungsrad der Libellen

Schlupf einer Libelle
Schlupf einer Libelle
Der Larvenhülle entronnen
Der Larvenhülle entronnen

Grasfrosch, paarungsbereit
Grasfrosch, paarungsbereit
Laich des Grasfrosches
Laich des Grasfrosches

Eier, aus denen später die Kaulquappen der Grasfrösche schlüpfen, werden in sehr großer Zahl produziert. Die Überproduktion an Nachkommen vergrößert die Chance, dass genügend Tiere überleben, um die Art zu erhalten.
Eier, aus denen später die Kaulquappen der Grasfrösche schlüpfen, werden in sehr großer Zahl produziert. Die Überproduktion an Nachkommen vergrößert die Chance, dass genügend Tiere überleben, um die Art zu erhalten.

 

Das Gartenklima

Manchmal steht man vor der Herausforderung, das wärmste Plätzchen im Garten ausfindig zu machen. Das ist wichtig für die Anlage eines Gemüsebeetes und natürlich einen Steingarten, mit seinen „Sonnenanbetern“ – Pflanzen, die Trockenheit vertragen, aber Wärme und Sonnenlicht lieben.
Vorzugsweise legt man auch die Terrasse in Richtung Süden an. Für eine Beschattung und gleichzeitigen Windschutz würde ich Hecken oder kleinere Bäume pflanzen. Flächen in Südost- oder Südwestlagen bieten auch noch reichlich Sonnenstrahlen und Wärme, wobei die Südwestlage günstiger abschneidet. Warum? Wenn die Sonne morgens auf die Südostfläche scheint, ist in der Regel noch alles feucht von Tau, den sie Sonnenstrahlen erst einmal verdunsten müssen, um den Boden erwärmen zu können. Die Fläche erwärmt sich also langsamer als die übrigen Gartenflächen. Ab Mittag ist die Luft durchwärmt, wovon die Südwestseite besonders profitiert und ist meistens die warme Stelle im Garten.


Windschutz
Kleine Bäumchen, Hecken und vorgepflanzte Stauden bremsen den Wind regelrecht aus, lassen aber die Luft durch die Zweige zirkulieren und haben gegenüber Mauern eine bessere, angenehmere Wirkung. Was im Sommer angenehme Kühle bringt, sorgt im Winter für den Schutz der Gartenpflanzen gegen kalte Nord- und Ostwinde.
Mauern hingegen sorgen zwar in unmittelbarer Nähe für totale Windstille, jedoch bilden sich ein Stück weiter entfernt Luftwirbel, die sich ungünstig auf das Gartenklima auswirken.

 

Robuste, heimische Pflanzenarten in meinem Naturgarten:

Die nachfolgenden Pflanzen haben sich ohne mein Zutun von selbst in unserem Garten angesiedelt. In speziellen Gärtnereien können die Wildpflanzen über Samen aber auch erworben werden. Nach Möglichkeit sollten die Pflanzen aus der Region stammen.

 

Die Samen des Fingerhutes sind besonders fein und werden leicht von Luftbewegungen fortgetragen. Der Blutweiderich liebt die Nähe von Wasser und steht darum an unserem Gartenteich. Beide Pflanzen sind hervorragende Nahrungsquellen für Hummeln und andere Bienenarten. Die Früchte vom Pfaffenhütchen sind im Herbst ein Leckerbissen für Rotkehlchen, während die Distelblüte sehr gerne von Hummeln aufgesucht wird, im Herbst tummeln sich oft Schwärme von Stieglitzen in den Samenständen, daher auch der Name Distelfink. Der Weißdorn, man nennt ihn auch Hagestolz, sieht im Frühjahr wirklich prächtig aus. Über und über mit kleinen weißen Blüten bedeckt, werden Bienenarten aber auch Schwebfliegen angelockt. Die roten Beeren sind im Herbst ein Leckerbissen für unsere Singvögel. Ilex, eine stachelige Schönheit zeigt im April bis Mai recht unscheinbare, cremig weiße Blüten, aus denen sich die bekannten roten Beeren entwickeln. Blüten und Beeren stellen begehrte Nahrungsquellen dar.

 

  Auch die Königskerze ist besonders insektenfreundlich: Sie bietet wertvollen Pollen und Nektar für Bienen, Hummeln. Sie sind Futterpflanzen für Schmetterlinge und ihre hohlen Stängel dienen nach der Blüte im Herbst sogar als Winterquartier und Nistplätze für Wildbienen. Sie sollte daher in keinem Naturgarten fehlen.

 

Weitere wichtige Pflanzen im Naturgarten:

 

Liguster lockt im Sommer mit seinen weißen Blüten mit fast übertrieben süßem Duft, Insekten an, während die wilde Pflaume eine der ersten ist, die ihre Blüten zeigt. Die Früchte sind sehr sauer und für uns Menschen nicht sonderlich genießbar, Wespen dagegen freuen sich im Herbst darüber und knabbern sie gerne an. Unter der Schale ist das Fruchtfleisch in dünner Schicht etwas süßlich. Ähnlich ist es beim Wildapfel, beide sind gute Pollen und Nektarspender.

 

Die Waldrebe ist eine einheimische Liane, die sich an Bäumen oder Rankgerüsten hochrankt. Sie ist eine wichtige Futterpflanze für viele Schmetterlinge. Die Wegwarte, eine anspruchslose Pflanze für sonnige Standorte ist essbar und wird besonders von Wildbienen und Schwebfliegen gerne angeflogen.

 

 

Hartriegel, Feldahorn und Eberesche sind ebenfalls sehr gute Nahrungsquellen für viele Bienenarten aber auch für Vögel, welche die Beeren vom Hartriegel und der Eberesche lieben. 

Fingerhut (Digitalis)
Fingerhut (Digitalis)
Blutweiderich
Blutweiderich

Die Samen des Fingerhutes sind besonders fein und werden leicht von Luftbewegungen fortgetragen. Der Blutweiderich liebt die Nähe von Wasser. Beide Pflanzen sind hervorragende Nahrungsquellen für Hummeln und andere Bienenarten.

Pfaffenhütchen
Pfaffenhütchen
Distel
Distel

Hartriegel
Hartriegel
Feldahorn
Feldahorn
Wildapfel
Wildapfel
Eberesche
Eberesche


Weißdorn
Weißdorn
Waldrebe
Waldrebe

Königskerze
Königskerze
Ilex
Ilex

Liguster
Liguster
Wegwarte
Wegwarte
Wilde Pflaum
Wilde Pflaum
Kunterbuntes Durcheinander
Kunterbuntes Durcheinander

Eine wichtige Voraussetzung für das Ansiedeln der Stauden, Sträucher und Bäume auf Brachflächen ist, dass in der Nähe des Gartens diese Pflanzenarten vorkommen.

 

Weitere interessante Pflanzen für den Naturgarten

Pflanzliste Bäume - Gräser - Farne - Uferpflanzen (D. Dahlke)
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Stauden, Wiesen- und Rasenpflanzen (D. Dahlke)
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