Ratingen / Krötenrettung

Krötenrettung

Pressemitteilung 05.02.2022

Aufbau Krötenschutzzaun, Foto: NABU Ratingen
Aufbau Krötenschutzzaun, Foto: NABU Ratingen
Die Nächte werden langsam kürzer. Ein sichtbares Zeichen das der Frühling naht. Mit den ersten wärmeren Abenden begeben sich zahlreiche Amphibien  wie Erdkröten, Frösche  und Molche, auf dem Weg zu ihren Laichgewässern. Hierbei müssen sie des häufigen Straßen überqueren, was ein enormes Risiko für Amphibien darstellt. 
 
Die NABU-Stadtbeauftragte Heike Sendt für Ratingen hatte daher wieder zahlreiche Freiwillige versammelt um an gefährdeten Stellen im Stadtgebiet Krötenschutzzäune auszustellen. Unter den Helfern befanden sich auch einige Kinder.
 
Der 6-jährige Bennet ist von Amphibien sehr begeistert. Vor allem Molche haben es ihm angetan. "Die Zäune sollen Erdkröten retten, daher helfe ich gerne"  so Bennet.
 
Heike Sendt zeigte sich zufrieden nach dem Aufbau. "Es ist schön das auch junge Menschen bereit sind, diese wichtigen Aufgaben für den Artenschutz zu übernehmen", so die Stadtbeauftragte des Naturschutzbundes Ratingen. 
 
In den nächsten Wochen werden wieder Freiwillige täglich die Krötenschutzzäune kontrollieren. Eine Aufgabe, die auch Bennet mit Freude erledigt.

Helfer gesucht

Seit 2021 betreut die NABU-Gruppe Ratingen die Krötenwanderung am Baumschulenweg und Tenterweg in Ratingen-Breitscheid. Erdkröten, Grasfrösche und auch zwei Molcharten kommen dort vor und überqueren auf dem Weg zu ihren Laichgewässern Straßen. Je nach Witterung kann es ab Mitte Februar losgehen -  sobald die Temperaturen nachts etwa 5°C erreichen und es feucht genug ist (z.B. nach einem Regenschauer). Leider kommt es dabei immer wieder zu Verlusten, da die Tiere überfahren werden.

 

Foto: Miriam Rath
Foto: Miriam Rath

Daher werden Freiwillige des NABU Ratingen ab Februar abends am Baumschulenweg und Tenterweg unterwegs sein, die Tiere über die Straße setzen und sie zählen, um die Bestände zu erfassen.

Wir würden uns sehr über weitere Helfer*innen freuen, die uns beim Naturschutz vor der eigenen Haustür unterstützen möchten. Alles, was Sie zum Mitmachen brauchen ist eine Warnweste, eine Taschenlampe und ein Eimer. Wir erklären Ihnen bei einem gemeinsamen abendlichen Rundgang, worauf zu achten ist und wie Sie die einzelnen Arten erkennen. Bei Interesse melden Sie sich gern bei Miriam Rath (E-Mail: m.rath@nabu-kv-mettmann.de).

 

Autofahrer, die auf dieser und anderen von Amphibien überwanderten Straßen unterwegs sind (auf die Beschilderung achten) möchten wir bitten, nach Einbruch der Dunkelheit langsam zu fahren und die Straße vor sich im Auge zu behalten. Vielleicht möchten Sie ja auch dem einen oder anderen nächtlichen Wanderer, der Ihren Weg kreuzt, über die Straße helfen.