Laubfrösche in Velbert -Mettmanner Straße

Ein Bericht von Miriam Mundorf

Der Europäische Laubfrosch, auch „Wetterfrosch" genannt, ist ein vier bis fünf Zentimeter großer Froschlurch. Durch seine auffällig blattgrüne Färbung ist er leicht zu erkennen. Er ist eine stark gefährdete
Amphibienart, die auf der Roten Liste steht. Jedoch ist bekannt, dass der Laubfrosch an der Mettmanner Straße in Velbert existiert. Diese muss er überqueren, um zu seinem Laichgewässer,
dem Schlammteich, auch Eignerbach genannt, zu gelangen.


Die Hauptproblematik besteht darin, dass an der MettmannerStraße bisher keine ausreichenden Schutzmaßnahmen ergriffen worden sind, die dem Laubfrosch das Überqueren der vielbefahrenen Straße erleichtern. Dies hat zur Folge, dass viele Amphibien es nicht bis zum Laichgewässer schaffen. Amphibien sind durch den Wegfall der natürlichen Lebensräume, durch Einsatz von Pestiziden und durch den Straßenverkehr bedroht.
Die Autofahrer werden durch Krötenschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen an der Mettmanner Straße vor Amphibien auf der Fahrbahn gewarnt, aber dennoch finden diese Hinweisschilder wenig Beachtung. Es ist sehr wichtig, dass die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen eingehalten werden.Was kaum jemand weiß, die wenigsten Tiere sterben durch einen direkten Reifenkontakt. Es reicht, wenn Autos mit hoher Geschwindigkeit über die Tiere rasen, ohne sie tatsächlich mit den Reifen zu berühren, denn der Unterdruck, der mit steigender Geschwindigkeit unter dem Fahrzeug entsteht, lässt die inneren Organe der Tiere platzen, sodass sie qualvoll sterben.

Aus diesem Grund sind weitere Schutzmaßnahmen notwendig, um die Population des Laubfrosches aufrecht zu erhalten. Da bisher die Amphibien an der Mettmanner Straße per Hand eingesammelt werden mussten, konnten im Jahr 2015 nur knapp zehn Laubfrösche gerettet werden. Im Jahr 2016 soll der Krötenzaun mit vielen Helfern und mit Unterstützung der Bleibergquelle aufgestellt werden. Der Zaun wird eine Gesamtlänge von ca. 420 Metern haben. Dies ist eine beachtliche Länge, die jeden Morgen und Abend kontrolliert werden muss, zusätzlich sollten die Amphibien in den Eimern gezählt und kartiert werden.
Der geplante Zaun wird nicht nur für den Laubfrosch eine enorme Hilfe sein. Insgesamt werden mindestens sieben verschiedene Amphibienarten von dem Zaun profitieren. Dies wäre ein Erfolg für die NABULaubfroschMitglieder in Velbert, die bei diesem Projekt mitwirken. Der Zaun ist eine weitere Maßnahme, die Artenvielfalt der Amphibien, besonders die Population des Laubfrosches, aufrecht zu erhalten.