Amphibienrettung Velbert, Mettmanner Straße

Sarah Großmann mit Kreuzkröte
Sarah Großmann mit Kreuzkröte

Jedes Frühjahr, sobald die Temperaturen hoch genug sind, kriechen die Amphibien aus ihren Winterverstecken und wandern zu ihren Laichplätzen. 
Dabei müssen sie häufig Straßen überqueren und werden oft Opfer der vorbeifahrenden Autos.

Um diese Amphibien, von denen 9 Arten auf der Roten Liste NRW mindestens als gefährdet eingestuft sind, vor dem Straßentod zu bewahren, baut der NABU Velbert jedes Jahr an Stellen mit erhöhtem Aufkommen wandernder Tiere Schutzzäune auf.

Auf der straßenabgewandten Seite des Zaunes sind in regelmäßigen Abständen Eimer platziert, in denen die Tiere aufgefangen werden.

Mitarbeiter des NABU und freiwillige Helfer bringen sie dann jeden Morgen und Abend über die Straße zu ihren Laichgewässern.

Um die Schutzmaßnahmen bei Bedarf zu optimieren, ist eine Beobachtung der Populationen unumgänglich. Deswegen werden die Amphibien an den Schutzzäunen gezählt.

Außenstehende, die Frösche, Kröten und Molche hinter dem Zaun oder in den Eimern finden, werden ausdrücklich gebeten, diese Tiere NICHT über die Straße zu tragen. Dies würde die Ergebnisse der Zählungen verfälschen, was auf Kosten des Amphibienschutzes gehen kann. Die Eimer sind so konstruiert, dass hineingefallene Tiere nicht Gefahr laufen, bei starkem Regen zu ertrinken. Andere Tiere, wie z.B. Mäuse oder große Insekten, haben die Möglichkeit, aus den Eimern zu entkommen und werden somit nicht an der Nahrungssuche o.ä. gehindert.

Falls Sie Fragen haben oder sich aktiv am Amphibienschutz beteiligen 
möchten, kontaktieren Sie den NABU-Velbert, Tel.:0205166756 (Frank Todt), oder 015734556610, (Miriam Mundorf)



Mettmanner Straße, Foto: R.Karge
Mettmanner Straße, Foto: R.Karge