NABU in Monheim

NABU-Stadtbeauftragter:

Frank Gennes 

Dipl. Sozialarbeiter/Naturpädagoge

Telefon: 0157 83836099

 

f.gennes@nabu-kv-mettmann.de

 

eigene homepage: http://www.NABU-Monheim.beepworld.de

NABU Monheim ist bei Facebook

 

Sperber-Straße 16

40789 Monheim am Rhein

 

 

Aktuell

Hildi und Matilda - zwei kleine Schildkröten mit großer Zukunft

Der NABU Monheim entwickelte einen Hilfeplan für eines der seltensten Reptilien Deutschlands.

Die Europäische Sumpfschildkröte ist in Deutschland die einzige einheimische Schildkrötenart. Allerdings auch eines der seltensten Reptilien unserer Republik: Jagd (lange Zeit galt sie als schmackhafte "Fastenspeise"), illegaler Fang für den Heimtiermarkt, Lebensraumzerstörung und Konkurrenz durch ausgesetzte nordamerikanische Schildkröten ("Neozoen") sorgten und sorgen dafür, dass Emys orbicularis, so ihr wissenschaftlicher Name, bei uns mittlerweise leider zu den streng geschützten Art gezählt werden muss. In Nordrhein-Westfalen gilt die Art als ausgestorben.

 

Um so erstaunter war ein Gartenbesitzer in Hilden, der in seinem Gartenteich eine Europäische Sumpfschildkröte entdeckte. Er brachte das Fundtier zum Tierheim Hilden, das wiederum den NABU Monheim kontaktierte und um Rat fragte.

Der Stadtbeauftragte des NABU für Monheim, Frank Gennes, ist seit vielen Jahren Mitglied der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V. (ZGF). Die ZGF arbeitet eng mit dem Zoo Frankfurt zusammen, dessen Kurator Johannes Köhler wiederum mit der hessischen "AG Sumpfschildkröte" kooperiert. Dort hatte man sofort Interesse an der Hildener Schildkröte, weil die AG und der Zoo diverse Nachzucht- und Auswilderungs-Programme für die Europäische Sumpfschildkröte in Hessen betreiben.

Nach einer ganzen Reihe von Telefonaten und e-mails sowie letztendlich der nötigen Einverständniserklärung der Unteren Naturschutzbehörde des Kreis Mettmann (UNB) konnte Frank Gennes die Sumpfschildkröte in die Quarantänestation des  Frankfurter Zoos bringen.

Dort wird per Bluttest die genaue Unterart bestimmt werden. Dies wird endgültig darüber entscheiden, ob und wenn ja in welchem hessischen Gewässer HILDI (so hat Gennes´ Tochter Olivia das seltene Reptil zwischenzeitlich benannt), ausgewildert werden kann. Alternativ wäre auch eine Zuchtstation denkbar, in der die kostbaren Gene weitergegeben werden können. Der NABU Monheim dankt allen beteiligten Kooperationspartnern für die engagierte und schnelle Unterstützung und hofft, dass für HILDI ein geeignetes Habitat  wird. Ein Habitat, in dem sie, nach langer Reise, in entspannter und der für Schildkröten typisch entschleunigten Art und Weise für den Fortbestand der (Unter-)Art sorgen kann.

 

Aufgrund des in der Zeitung erschienenen Artikel über HILDI meldete sich ein Düsseldorfer Gartenbesitzer, der ebenfalls eine Europäische Sumpfschildkröte in seinem Gartenteich entdeckte. Auch hier konnte Frank Gennes und mit Erlaubnis und Unterstützung der UNB Düsseldorf den Findling dem oben beschriebenen Projekt übergeben. MATILDA, so von der Finderin genannt, hat nun ebenfalls die Chance ein artgerechtes Habitat zu beziehen.

 

Wie es mit beiden Tieren weitergeht, wird an dieser Stelle berichtet.

 


Was wir tun

Die Ortsgruppe Monheim ist für die Entwicklung eines Trockenbiotops am Knipprather Wald verantwortlich, in dem u.a. Zaun- und Mauereidechsen sowie Blindschleichen leben.

Auf der Monheimer ECHSENWIESE werden durch regelmäßige Mahd und Entkusselung Gehölze verdrängt und somit der stetigen Verbuschung entgegengewirkt. Pflege und Erweiterung der sie umgebenden Benjes-Hecke und der eigens angelegten Naturstein-Haufen werden ebenso durchgeführt wie die Reinigung und Pflege der benachbarten Vogelschutz-Hecke.

 

Innerhalb des Knipprather Waldes finden im Sommerhalbjahr regelmäßig Gully-Kontrollen statt, bei denen die Amphibien-Schutzgitter gereinigt werden. Diese verhindern an besonders gefährlichen Stellen, dass Frösche, Kröten und Molche in Gullyschächte fallen und dort verenden. Bei Bedarf trifft sich die "Gully-AG" zwecks Montage neuer bzw. Reparatur alter Schutzgitter.

 

Im Winterhalbjahr kontrolliert und reinigt die Ortsgruppe am Wasserwerk, am Klärwerk sowie auf diversen Schulhöfen und in Parkanlagen Nisthilfen für Dohlen und andere Singvögel, für Turmfalken sowie für Fledermäuse.

 

Der NABU Monheim gestaltet und betreut drei große, auf das Stadtgebiet verteilte Insekten-Hotels. Bei Bedarf werden in der "Wildbienen-AG" Module montiert, mit Nistmaterialien für Wildbienen und andere Insekten befüllt und anschließend vor Ort in Rahmen eingesetzt. Hinzu kommt die Pflege der Dach- bzw. Vorgärten dieser XXL-Insekten-Nisthilfen.

 

Außer in der Umweltbildung (insb. Exkursionen und EARTH HOUR-Events) engagiert sich die Ortsgruppe auch in der Öffentlichkeitsarbeit (Info- und Aktionsstände, Pressearbeit), in der Beratung von BürgerInnen und Einrichtungen sowie bei Stellungnahmen im Rahmen planungsrechtlicher Angelegenheiten.

 

Einzelne Ortsgruppenmitglieder unterhalten Pflegestellen für Segler und Schwalben bzw. Fledermäuse (http://www.fledermaushilfe.beepworld.de) sowie Auffangstationen für die Larven des Nashornkäfers.

 

Im Stadtgebiet existieren z.Z. sieben offizielle Sammelstellen für alte und defekte Handys.

 


Seit März 2015 besitzt der NABU Monheim

eine eigene Facebook-Seite:

Hier geht es um aktuelle Naturschutz-Themen aller Art, mal lokal oder regional,

mal aber auch national oder international. Monheim und die Welt. Die Welt und ich.

Immer Themen, die interessieren. Kombiniert mit Bildern, die bewegen.

Ein Besuch, der sich lohnt.

Redaktion: Dag Sterzinger und Sabine Gennes

 


Ortsgruppentreffen

Wir treffen uns jeweils montags von 19:00-21:30 Uhr im Bürgerhaus Baumberg.

Termine 2018 sind voraussichtlich:

15.01., 19.02., 19.03., 16.04., 07.05., 11.06., 09.07., 03.09., 01.10., 12.11., 10.12.

Bitte vorab melden bei Frank Gennes 0157 83 83 60 99, Facebook