
NABU

„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ warnt ein bekanntes Sprichwort. Noch trüber dürfte die Vorstellung ausfallen, wenn sich keine Schwalbe mehr am heimischen Sommerhimmel mehr zeigen würde. Ohne schwarz malen zu wollen, steuern die Sommerboten allerdings in einigen Gegenden Nordrhein-Westfalens auf einem dramatischen Kurs. Mehl- und auch Rauchschwalbe, die einst so typischen Begleiter des Menschen, wurden mit ihren Beständen für NRW in der aktuellen Roten Liste als gefährdet eingestuft. Eine Ursache für den Rückgang der Schwalbenpopulation sind der Verlust und die Zerstörung von Nestern und Nistmöglichkeiten. Diesem Trend sieht der NABU natürlich nicht tatenlos zu. Vielerorts laufen schon länger einzelne Hilfsmaßnahmen für diese Arten. In diesem Jahr kommt eine weitere Aktion hinzu: Der NABU möchte nämlich ein positives Zeichen setzen und die Menschen und Häuser auszeichnen, bei und an denen die Glücksbringer willkommen sind.
Markus Rotzal vom NABU-Kreisverband Mettmann ist Naturschützer aus Leidenschaft. Der sportliche 27-Jährige macht alles, was rund ums Düsseltal an Arbeit anfällt. Dabei ist er nicht nur am Boden im Einsatz, sondern auch in der Höhe. Als Seilkletterer hat er Einblick in die spannende Welt über unseren Köpfen. In Baumkronen untersucht er Turmfalkennester und Fledermausquartiere.
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Für das Naturerleben ist die Winterfütterung eine schöne Sache. Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass das Füttern von Gartenvögeln keinen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung leisten kann. Nicht kalte Winter bedrohen unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt, sondern Entwässerung von Feuchtgebieten, Flurbereinigung, Straßenbau, Flächenversiegelung, Überdüngung und Gifteinsatz. Nur durch vielfältige und intakte Lebensräume kann das Überleben der Arten gesichert werden.
